Du Evolutionspädagogin? Was ist das denn? Teil 1

Solche Fragen höre ich dann schon mal an einer Supermarktkasse oder aber auch in Vorträgen, wenn ich gefragt werde, was ich eigentlich mache ...




Meist sind nach diesem Chart in meinen Vorträgen dann noch mehr Fragezeichen in den Gesichtern. Denn nach dem Abitur habe ich auch noch eine Ausbildung zur Schriftsetzerin gemacht und sogar das Ganze noch studiert (Verwirrung total :-)). Dann hab ich viele Jahre in diesem Bereich gearbeitet und mich - im Nachhinein aus dem Blickwinkel und den Möglichkeiten der Evo betrachtet - mit unnötigem Stress und Kraftaufwand durchgekämpft.

Ja, ihr habt richtig gelesen: unnötig durchgekämpft. Ich habe diesen Beruf mit viel Herzblut ausgeübt. Es fing ja auch alles bilderbuchmäßig an: die erste Stelle nach meinem Studium als Abteilungsleiterin in einer Druckerei hat mir sehr viel Spaß gemacht. Aber dann kam nach drei Jahren ein Burn-Out und die Diagnose vom Arzt, dass der Herzinfarkt nicht mehr weit sei. Oh je! Eine Welt brach für mich zusammen und ich konnte mir das zu diesem Zeitpunkt nicht erklären. Warum ist das ausgerechnet mir passiert??? Also - gekündigt, 3 Monate Auszeit und die nächste Druckerei mit einer Verantwortung mit noch mehr Mitarbeitern (> 40 Mitarbeiter) und vielen Maschinen … da der Perfektionist in mir ja jetzt "alles besser machen" wollte. Mir machte doch mein Beruf Spaß …


Dann bekam ich plötzlich einen Kollegen an meine Seite gestellt und es veränderte sich etwas bei mir: meine bisherige Rolle im Unternehmen stellte ich selbst in Frage. Wurde ich nicht mehr gebraucht? War ich nicht mehr gut genug? Ich war total verunsichert, hatte plötzlich Kopfschmerzen und Verspannungen und zog mich im privaten Bereich komplett zurück. In Besprechungen und bei der Vorstellung von Konzepten wollte ich noch perfekter werden und statt 100% die berühmten 200% geben. Aber auch im Tagesgeschäft kompensierte ich meine Unsicherheit mit Mehrarbeit und versuchte damit meine Rolle bzw. Position im Unternehmen zu behaupten oder besser gesagt, eher wieder zu finden. Dafür brauchte ich unwahrscheinlich viel Kraft und war total gestresst. Ich hatte das ungute Gefühl, in einer Einbahnstraße zu stecken.

Bei Klienten, die in meine Praxis kommen, sehe ich das auch sehr oft, dass sie in dieser Einbahnstraße gefangen sind: sie besuchen Ärzte wegen körperlichen Beschwerden, gehen in Sport, manchmal auch in den totalen Rückzug und brechen Freundschaften ab, weil ihnen alles zu viel ist. Man bewegt sich wie in einem Hamsterrad, aus dem man nicht mehr herauszukommen scheint.


Dies war auch der Fall bei einer Frau, die vor kurzem meine Praxis besuchte … Sie war total erschöpft. Ihr Beruf machte ihr gerade keinen Spaß mehr, obwohl sie ihn liebte. Seit neuestem war sie auch noch in einer neuen Position, die sie immer angestrebt hatte. Bei der Terminanfrage hatte Sie geschrieben, dass sie merkt, dass sie feststeckt und das Gefühl hat, dass man eigentlich nur kleine Stellschrauben in Ihrem Körper in eine andere Richtung drehen müsse. Als die Klientin in meiner Praxis kurz berichtete, was mit ihr los sei und ich ihre Körperhaltung, ihre Art zu sprechen, ihre Bewegungen und auch ihr Gesicht (vor allem die Augen) beobachtete, starteten wir gleich mit der Evo: denn es bringt nichts, ewig über ein Thema zu reden, da der Körper im Stress aus dem Unterbewusstsein reagiert und manchmal eine andere Prioritätenliste hat. Sobald jemand über ein Stressthema redet, sendet der Körper ganz viel Signale aus. Jetzt kommt meistens die Frage "Super, was kommt jetzt? Handauflegen und alles wird gut?".


Jetzt nehme ich den kinesiologischen Muskeltest als Werkzeug zur Hilfe, um punktgenau die Ursachen zu finden, die den Stress auslösen. Die daraus gewonnenen Informationen verbinde ich mit den dazugehörigen Bewegungsübungen aus der Evo. Von Fall zu Fall setze ich dann noch weitere Coaching-Tools ein. Mit den Übungen hab ich nun die Möglichkeit, verschiedene Gehirnareale und somit das Unterbewusstsein anzusprechen, um die Stressblockaden zu lösen (wem dies nun zu schnell ging, keine Panik oder Verwirrung: ich werde auf die einzelnen Punkte in einem nächsten Blog noch näher eingehen; oder Ihr schaut einfach auf meiner Homepage vorbei).


Ach ja - um auf meine Klientin zurückzukommen: mit jedem Schritt, den wir in der Sitzung machten und mit jeder Erkenntnis, die sie für sich formulierte, wurde ihr klarer, warum Sie keine Kraft mehr hatte und das Denken an die Arbeit bereits Stress in ihr auslöste.


Was war passiert? Sie suchte ihre neue Rolle zwischen ihrem Kollegen und ihrer Vorgesetzten und verlor sich dabei selbst. Allen wollte sie es recht machen: sie wurde bei der Arbeit immer stiller und arbeitete bis zur Erschöpfung, da ja alles perfekt sein sollte. Anderen zu zuhören wurde für sie zur Belastung, alles um sie herum war zu laut und am liebsten hätte sie sich wie eine Schildkröte in ihren Panzer verkrochen. Auch in ihrem Urlaub zog sie sich vollkommen zurück und wollte überhaupt nichts mehr unternehmen.


Am Ende der Sitzung fasste die Klientin und ich nochmals alle Erkenntnisse zusammen und sie formulierte von sich aus mit strahlenden Augen die Stellschrauben, die sie verändern will, damit wieder Motivation und Freude in ihren Alltag Einzug finden können. Ist das nicht schön?

Aber wenn jemand denkt, dass alles über ein paar Übungen aufgelöst ist, dann täuscht er sich. Denn unser Gehirn macht uns immer wieder einen Strich durch die Rechnung und will im Stress wieder in das alte Verhaltensmuster zurückgehen. Dann gilt es, innezuhalten, in sich reinzuhorchen und dann wieder die andere Richtung einzuschlagen und diese über Evo-Übungen zu festigen.


"Einflüsse kann man im Nachhinein nicht verändern, aber Gleichgewicht kann immer zu jeder Zeit wieder hergestellt werden." (L. Koneberg/S. Gramer-Rottler)


In diesem Sinne wünsche ich Euch eine schöne Woche.


Bis bald

Eure Andrea Martini

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